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Vienna City Marathon/Halbmarathon 07.04.2019

Dieses Jahr meinte es der Wettergott gut für die 40.000 Starter beim Vienna City Marathon. Hatte es letztes Jahr noch unglaubliche 19° beim Start um 9 Uhr, so waren die 8° heuer eine Wohltat für den Körper.

Der Wind war zwar zeitweise lebhaft und auffrischend, aber das wirkte sich nicht negativ auf die Laufleistung aus.

Robert nahm das erste Mal einen Marathon über die volle Distanz in Angriff und war im Ziel sehr stolz auf sich. Wenn er auch zugeben musste, dass er nicht geglaubt hatte, dass die letzten 10km so „zach“ sein können.

Kati kam als Schlachtenbummlerin nach Wien und fuhr unermüdlich mit der U-Bahn hin und her, um uns so oft wie möglich anzufeuern und zu motivieren.

Ergebnisse 21,097


Helmut Meixner 1:50:03
Petra Daxböck 2:19:05
Andrea Zippenfenig 2:33:14


Ergebnisse 72,195

Robert Nolz 4:15:32


Bratislava Marathon 07.04.2019

Ergebnisse 42,195 km

Gerald Frauendienst 3:35:54


Bericht von Gerald Frauendienst:

Mein Laufspezi, der Günter und ich, wir hatten schon vor ein paar Wochen beschlossen, dass wir diesmal anstatt in Wien im slowakischen Bratislava den Marathon laufen werden. In Wien kennen wir mittlerweile schon jede Hausecke und jeden Hydranten, außerdem werden sie immer teurer, die gscherten Bazis …

Warum aber gerade zwei europäische Hauptstädte, die nicht sehr viel näher beieinander sein könnten unbedingt ihren Hauptstadt-Marathon genau am selben April-Sonntag austragen müssen, das ist eine andere Geschichte… Aber dafür gibt es ja die sog. „Eventmanager“ … ist ja mittlerweile eine eigene Studienrichtung sogar (aber ein bisschen mehr BWL dürfte nicht schaden)…

Jedenfalls fiel der Günter krankheitsbedingt aus und da ich selber blöderweise die online-Anmeldefrist versäumt hatte, kaufte ich ihm kurzerhand die Startnummer samt T-Shirt ab und buchte mit meiner Frau einen Kurzurlaub nach Pressburg ... eine Win-Win Situation sozusagen… Einziger Unterschied: Der Kranke darf im Bett liegen bleiben und der Gesunde darf/muss laufen.

So reisten wir am Vortag über Hainburg und den Grenzübergang Berg an. Na ja, schön ist sie ja nicht gerade, die Stadt Bratislava, so aus der Ferne wenn man auf sie zufährt, mit Ihren Hochhäusern und Plattenbauten. Alle Hügel und Berghänge sind mittlerweile damit zugepflastert. Aber dafür ist die Altstadt umso schöner, viele Lokale, richtige alte K.u.K. Architektur und sehr, sehr geschichtsträchtige Tafeln und Hinweise (der kleine Mozart, der Franz Liszt etc.) „Unsere“ Maria Theresia wurde schließlich auch dort gekrönt. Man lernt nie aus !

Der Start war am Sonntag um 09:00 Uhr angesagt. Ich hatte mir den Wecker eher später gestellt und mir im Hotel noch ein gutes, ausgiebiges Frühstück einverleibt.- das lange Warten an der Startlinie ist nicht meins.

Der Startbereich war in drei, vier Starterblöcke unterteilt, aber nicht hintereinander so wie gewohnt, nein, in jeder Gasse einer- fast so wie bei einem Marschmusik-Bewerb … in jeder Zulaufstrasse nahm ein Block Aufstellung. Ich hatte keine Ahnung wohin und weil ich zu spät dran war fragte ich einen Ordner. Dieser schaute auf meine Startnummer und teilte mich zu.

Dann startete pünktlich um 9:00h der erste Block, 5 Minuten später der zweite Block und nochmals 5 Minuten später unser Block.

Nach dem traumatischen Dämpfer beim Bienwald-Marathon vor 4 Wochen hatte ich mir vorgenommen den heutigen Lauf um einen Deut‘ langsamer zu beginnen, aber dafür solide und schmerzfrei zu laufen.

Die Start-Temperatur war mit ca. 9°C ideal zum Laufen, ein bisschen Wind, aber nicht die Rede wert und los gings. Schon nach den ersten hundert Metern kam mit das Ganze etwas komisch vor. Die Laufkameraden vor und neben mir waren heute besonders langsam unterwegs ?? Es war ein ziemliches Gedränge, aber meine Laufkollegen aus demselben Starterblock hatten die Ruhe selbst. Die ersten 1-3 Kilometer langsam beginne zum Aufwärmen.. Ok .. aber wie soll das jemals eine 3:30h - 3:45h Zeit werden, wenn man die ersten Kilometer so dahin kriecht ? Was war geschehen ? Ehrlich gesagt, hab ich etwas länger gebraucht, bis ich den Grund geschnallt hatte... Ich hatte natürlich mit der Startnummer vom Günter auch den langsameren Starterblock mit übernommen… Man hatte nur die Namen aktualisiert… Möchte jetzt nicht sagen, dass ich dadurch viel Zeit verloren habe, aber es war sehr lästig bis sich das Läuferfeld dann endlich etwas aufgelockert hatte. Die Laufstrecke war zum Glück über weite Teile ausreichend breit genug…

So lief ich die ersten 10km etwas verhaltener als bei den Marathons der letzten Wochen, in 48:45h . Es war dann ca. bei Km15 als die Wolken die Sonne freigaben und es schlagartig ziemlich warm wurde. Ein Frühlingsgruß zur falschen Zeit ! Bei gleichbleibendem Tempo merkte ich bald den Temperaturanstieg- die Schwitzerei begann…. Vorsorglich hatte ich aus dem Hotel einen kleinen Frottee-Waschlappen entwendet, den ich dann auch bis zum Ziel bei mir trug. Es ging weiter durch die Altstadt, dann über die „Alte Brücke“ (heißt wirklich so), ca. 2km neben der Brücke im Donauau-Gelände , wieder über die alte Brücke zurück, ein kurzes Stück der Donaupromenade entlang und schon durchlief ich den ersten Halbmarathon in disziplinierten 1:44 h . Dann ging es in die zweite Runde. Dieses Mal nahm ich mir Zeit, um ca. alle 5 Km regelmäßig und ausreichend zu trinken, aber nur nicht zu viel- sonst schwabbelt es im Bauch und das Zwerchfell wird sekkiert und nimmt es einem übel, im Sinne von „Speiben“… alle 5 Km ein halber Becher Flüssigkeit, das muss reichen !

Die zweite Runde wurde dann ziemlich hart: Muskulär, also die Beine und „Lüftungsmäßig“ , also die regelmäßige Atmung betreffend war alles soweit in Ordnung, aber mental und Kreislauf-mäßig (wegen der ungewohnt warmen Außentemperatur) war ich schon ziemlich geschwächt…

Dann noch zwei Mal Brücke rauf, Brücke runter und endlich ins Ziel ! Schließlich konnte ich mit 3:35: 57 finishen.

Im Zielbereich gab es dann noch ausreichend Getränke, Obst, Gebäck und sogar ein zweites Funktionsshirt wurde noch ausgehändigt. Das Sponsoring im Zielbereich war wirklich außerordentlich .. man konnte die Goodies gar nicht alle nutzen.. dafür hätte man 3 Hände oder eine Einkaufstasche zum Einsackeln gebraucht.

Es war schlussendlich ein sehr schöner, in zwei gleich langen HM-Runden aufgeteilter Marathon. Die Organisation und die Veranstaltung selbst: Tipi Topi ! (Bezahlung , Ummeldung kein Problem, man hat als M-starter bis während des Laufes die Option sich als HM-Finisher werten zu lassen, wenn man bei 21k abbiegen möchte, etc. Die ganze Atmosphäre, (natürlich, es war auch ein sonniger Tag ) war hervorragend. Die Läufer, ca. 85% Slovaken alle auffallend freundlich… Wirklich zu empfehlen diese Veranstaltung.

Das war der 4. Marathon heuer, nächste Woche geht‘s ab nach Rijeka zur Nr . 5.



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Redaktion: Petra Daxböck (P.D.)