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30. Stainzer Schilcherlauf 31.08.2019

Ergebnisse 10,5 km

Angela Hollensteiner 54:42
Josef Hollensteiner 1:01:17
Rosemarie Hinterhofer 1:09:03


Ergebnisse 21,1 km

Reinhard Vermeulen 1:53:56
Günter Jilch 2:02:25
Gabriele Gussenbauer 2:15:30
Ingrid Vermeulen 2:19:30


Karwendellauf 31.08.2019

Ergebnisse 52 km

Thomas Steininger 7:03:06



Podersdorf Marathon 31.08.2019


Für den 8 Marathon in diesem Jahr ließ ich mir was ganz Besonderes einfallen: Vor dem Lauf etwas Schwimmen und zur Auflockerung ein wenig Radfahren – das kann nie schaden, sodass man schon aufgewärmt auf die Laufstrecke kommt ;-)

Am besten eignet sich dazu der Podersdorfer Langdistanz-Triathlon, der heuer schon zum 32. Mal ausgetragen wird. Das allererste Mal bin ich dort 1999 gestartet, also vor genau 20 Jahren, Zeit für eine Rezertifizierung des Diploms ….

Jedenfalls hab ich mich Mitte Juli in Urlaubslaune kurzfristig für diesen Bewerb entschlossen und gleich per Fernleitung in Podersdorf auch angemeldet. Die folgenden 7 Trainingswochen waren dann sehr stressig und etwas mulmig, denn mit einer ernstzunehmenden Ironman-Vorbereitung hatte das nix mehr zu tun. Laufen konnte ich ja, das wußte ich, aber ich schaffte gerade mal 900 Trainingskilometer mit dem Rennrad und war vielleicht 4-5 mal Plantschen im Hallenbad um zu sehen, ob ich mich eh noch über Wasser halten kann. Ich wusste, diesmal ist die Zielzeit vollkommen egal, einfach nur irgendwie durchwurschteln, 15 Stunden gibt dir der Veranstalter dafür Zeit, dann kommt die Kehrmaschine… (07:00-22:00h)

Das Fahrrad wurde schon Vortag in die Wechselzone eingecheckt und am Samstag, um 06:30 Uhr war es dann soweit. Ich parkte mich mit dem Auto beim Strandbad ein, zog meine Badehose an und wollte gerade den Neopren aus dem Kofferraum holen, da sagte mir ein vorbei gehender Mitstreiter: „ Den kannst du gleich im Auto lassen, heute ist Neopren-Verbot!“ D.h. das Wasser war bei der morgendlichen Messung zu warm >24,7°C. Das auch noch ! – der Neopren verschafft dir Auftrieb, rettet den Nichtschwimmer vor dem Absaufen und gibt - ich schätze mal - ca. 20% Kraftersparnis !

Dann um 07:00h , die ganzen Nackerpatzerln beim Massenstart beim Leuchtturm, ca. 200 Langdistanzler von denen nur 162 das Ziel erreichen sollten… Zwei rechteckige Runden zu 1900m waren zu schwimmen. Bei einer Wendeboje ganz draussen im See stand ich auf, um mich zu orientieren, ging ein paar Meter und reinigte meine Schwimmbrille, da bekam ich plötzlich einen Ordnungsruf von einem Kampfrichter im Elektroboot. Ok - ich hätte ihm jetzt besser nicht sagen sollen, was ich von ihm halte (Piefke !) , ich schwamm einfach weiter und dachte die Sache sei erledigt. Aber derselbe stoppte mich dann in der zweiten Runde (wie er mich wiedererkannt hat , ist mir ein Rätsel…) und wollte unbedingt meine Startnummer wissen, die er auf meiner Badehaube in der Morgensonne nicht entziffern konnte. Ich gebe zu, ich war ein zweites Mal sehr unhöflich zu ihm, aber ich sagte ihm schließlich meine Nummer.

Nach 1:29 h raus aus dem Wasser, rein in die Wechselzone, freute mich, dass ich die trübe Lacke überlebt habe, zog mich fürs Radfahren um, da näherte sich mir ein Offizieller und sagte mir ich müsste 2 Strafkilometer in der sog. Penalty-Box laufen. 1x wegen unfairem Verhalten beim Schwimmen (aufstehen) und 1x wegen Kampfrichter-Beleidigung. Das musste ich jetzt akzeptieren, sonst hätte er mich disqualifiziert (wär schade ums Startgeld gewesen, außerdem hatte ich das verhasste Schwimmen schon hinter mir…)

Rauf aufs Radl, 6 Runden zu 30km waren zu fahren. Der Tag wurde immer wärmer. Es waren 32-33°C, wolkenfrei prognostiziert worden. Ich wusste genau, nur nicht übermütig reinkurbeln. Bei meiner Trainingsvorbereitung musste ich ganz bescheiden bleiben, einfach nur durchkommen und wenn es irgendwie geht unter 7 Stunden radeln… Auf dem Rad hatte ich 2x 750ml Flüssigkeit mit, diese wurden dann 2 Mal in der Labstation ausgetauscht, somit hatte ich von 8:30 bis 15:00h ca. 4,5 Liter reingegurgelt….den einen Liter Neusiedlerseewasser nicht mitgerechnet !

Dann auf die Laufstrecke, welche man im Vergleich zu früher etwas verkürzt hatte - auf einen Viertelmarathon, 4 mal zu laufen. Nach den ersten drei Kilometern ging es ab in die Penalty Box, das ist eine Abzweigung von 1 km, welche in der offiziellen Zeitnehmung (ohne Matte) nicht aufscheint, also Fleissaufgabe. Die beiden Kilometer waren relativ schnell erledigt, denn ich war ja noch frisch. Den ersten HM absolvierte ich noch halbwegs laufend, aber dann begann ich mit Gehpausen nach den Labstationen mit dem Becher in der Hand. Ich war aber nicht der einzige Geher auf der Strecke und das war etwas ansteckend. Es gaben auch etliche Läufer die in der Hitze aufgaben.

Die letzte Runde war dann schon etwas angenehmer, schließlich war es schon zw. 19-20h abends und es wurde kühler auf der Strecke.

Dann endlich durchs Ziel in 13:16h, die Splits waren: für 3.8k Schwimmen 1:29h, für 180k Rad 6:19h und für 42+2k Laufen 5:15h. In der Wechselzone hab ich insgesamt 12 Minuten verbrodelt.…

Keine so tolle Zeit, aber ich bin voll zufrieden damit und seit dem Wochenende offizielles Mitglied im „Höllenclub“ Status SILBER, d.h. insgesamt 5x in Podersdorf gefinished.

So, und jetzt Badehose wieder eingepackt und Rennradl wieder in die Schupfn und es wird weiter trainiert für den München Marathon im Oktober !
Bericht von Gerald Frauendienst


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Redaktion: Petra Daxböck (P.D.)